
Ist das noch Jazz?
Freitag, 13. November 2026
Beginn um 20.00 Uhr // Einlass ab 19.00 Uhr
Für sein neues Programm hat sich Ahne mal in einen Jazzsänger hineinversetzt, der nicht mehr weiß, ob das überhaupt noch Jazz ist, was er da macht. Kein einziges Instrument kommt zum Einsatz, die Texte werden vom Blatt abgelesen und wenn er singt, erinnert das eher an eine Mischung aus Kinderlied und Punk. Aber die Improvisation und der Anspruch? Im weitesten Sinne könnte es sich schon noch um Jazz handeln. Ein Abend voller Wissenschaft, Politik und Quatsch, mit einer Pause und Gott.
Ahne musste im Jahre 1968 quasi gezwungen werden, aus dem Schoß seiner Mutter zu kriechen. Seine ersten Worte waren: »nein« und »warum«. Lange Haare bis 15, danach kurze Haare. Mit 21 gründete er das ›Neue Forum‹ und stürzte die SED-Regierung, dann probierte er dasselbe in der BRD, scheiterte aber durch Verrat (und weil keine SED existierte). Es folgten ausgedehnte Studien der eigenen vier Wände, intensive Nabelschau, Alkoholmissbrauch. 1994 schrieb er einen Brief an seine Oma, avancierte anschließend zu einem der angesehensten Schriftsteller Europas und stampfte die »Reformbühne Heim & Welt« aus dem Boden, welches als Geburtsstunde der modernen Literatur (Lesebühnen, Poetry Slam, Prager Frühling) in die Geschichte einging. Tourneen durch die ganze Welt, Preise über Preise und ein wahrhaft süßes Leben sind der Lohn. Ahne trägt Kleidung aus seinem Schrank.
Der Einlass beginnt ab 19.00 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro. Reservierungen sind über schwabehaus@gmx.de oder Tel. 0340 859 88 23 beim Schwabehaus e.V. in der Johannisstraße 18, 06844 Dessau-Roßlau möglich.
