Aktivität der Sonne

Die Photosphäre weist eine körnige Struktur auf, die sogenannte Granulation. Ihre Entstehung ist auf die bereits erwähnte Aufwärtsbewegung heißer Gase zurückzuführen. Jede dieser Granulen hat nur eine kurze Lebensdauer und ist deshalb nicht stabil: sie leuchtet für einige Minuten auf und verschwindet dann. Manchmal treten zwischen den Granulationsgruppen Lücken auf, sogenannte Poren ohne körnige Struktur.

Störungsfrei jedoch arbeitet dieser Mechanismus nicht. Die Wissenschaftler vermuten, dass starke lokale Magnetfelder die Bewegung beeinflussen. Dadurch kommt es zu lokalen Abkühlungen an der Oberfläche der Sonne, die als Sonnenflecken sichtbar werden. Die Temperatur liegt in den Flecken mit ca. 4000 °C deutlich unter der Oberflächentemperatur, so dass wir diese Stellen als dunkle Flecken wahrnehmen. Ihr Auftreten unterliegt einer gewissen Regelmäßigkeit , die in der Vergangenheit von S.H. Schwabe und anderen Astronomen intensiv untersucht wurde.

Erscheinungen die mit diesem Magnetfeld ebenfalls in Verbindung stehen, sind die sogenannten Flares. Es handelt sich um plötzliche Explosionen, die auf der Sonnenoberfläche in der Nähe von Sonnenfleckengruppen auftreten.

In Zonen besonders effektiver Aufwärtsbewegung der Gase kommt es im Gegensatz zu den Sonnenflecken zu lokalen Aufhellungen der Photosphäre, den sogenannten Fackeln. Hier liegen die Temperaturen über der Oberflächentemperatur der Sonne.

Protuberanzen sind heiße Gase, die rasch von der Oberfläche entlang des Magnetfeldes aufsteigen und Höhen bis zu 500 000 Kilometern erreichen können. Dabei kann die Protuberanz bogenförmig zur Oberfläche zurückströmen oder sich stationär auflösen.