1945 bis zur Wende

Bis ca. 1978 war das Schwabehaus bewohnt. Nach 1945 wurden zusätzlich sogenannte Umsiedler mit im Hause untergebracht. In diesem Zeitraum befanden sich im Hause eine Gaststätte (heutige Schwabestube), eine Konsum-Spätverkaufsstelle mit Lagerräumen im Laubengangbereich (mit Lastenaufzug) sowie der Friseur Kuckert. Schon zu DDR Zeiten wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt, blieb aber mangels Mitteln unsaniert.

Das Haus wurde durch den VEB Kommunale Wohnungsverwaltung (KWV) mehr schlecht als recht verwaltet. Eine vom Museum für Stadtgeschichte beim Bauhaus Dessau erbetene studentische Studie schlug Ende der 80er Jahre die Nutzung des Schwabehauses und des benachbarten Areals als neuen Standort für das Museum für Stadtgeschichte vor. Es kam jedoch nicht zur Umsetzung. Aus Anlass des 200. Geburtstages von Schwabe führte der Kulturbund der DDR im Frühjahr 1989 in Dessau ein Gedenk-Kolloquium zu Schwabe durch. Der damals schon offenkundige Verfall von Schwabes Dessauer Wirkungsstätte wird in der Tagungsdokumentation mit keinem Wort erwähnt!