Gemeinsam mit dem Eine-Welt-Laden und dem Restaurant “Essbar” bilden die Vereine mit ganz unterschiedlichen Angeboten eine lebendige Mischung für das soziokulturelle Leben in Dessau. In den Büros und Geschäften ist heute Raum für zehn Arbeitsplätze. Täglich kommen viele Menschen in die Geschäfte und Vereinsbüros. Zu Veranstaltungen im Haus werden durchschnittlich über 250 Besucher pro Monat gezählt. Besonders beliebt ist es, die Schwabestube (50 Plätze) in Kombination mit dem Hof (90 Plätze) zu nutzen. Gegen ein kleines Entgelt stehen Haus und Hof allen Interessierten sowohl für Vereinsaktivitäten, Seminare oder Kleinkunst, als auch für private Feiern zur Verfügung.
Schrittweise konnte so das Schwabehaus als kultureller Treffpunkt im Stadtquartier etabliert werden.
Kooperation mit anderen Vereinen
Ein Ergebnis der Kooperation, ist die Erstellung einer gemeinsamen Dokumentation über das Leben und Wirken von Samuel Heinrich Schwabe, welche als Dauerausstellung im Schwabehaus zu besichtigen ist. Damit können die astronomischen Leistungen von Samuel Heinrich Schwabe am Originalschauplatz im kleinen Sonnenobservatorium gewürdigt werden. Von Juli – September 2003 wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturverein K.i.e.z. e.V. erstmals ein Sommerhofkino im Schwabehaus angeboten. Aufgrund der guten Resonanz wurde das Sommerhofkino bis zum heutigen Zeitpunkt jährlich unter einem wechselnden Motto angeboten.
Neue politische Kultur in der Stadt
Einen wesentlichen Beitrag hat das Beispiel des Schwabehauses auch für die Entwicklung der politischen Kultur in der Stadt Dessau geleistet. Die bei der Sanierung des Schwabehauses begonnene Zusammenarbeit hat sich über die Fraktions- und Parteigrenzen hinaus als Markenzeichen der Dessau-Roßlauer Kommunalpolitik stabilisiert. In diesem veränderten Klima fällt es nun Bürgerprojekten leichter, Ideen umzusetzen. Dass die Sanierung des Schwabehauses eine solche Ausstrahlung haben würde, hat am Anfang keiner gedacht.