Das Haus in der St. Johannisstraße war baufällig und es fand sich dafür kein Käufer. Im Jahre 1776 erwarb der Landesfürst für 350 Taler selbst das Haus und ließ den “städtebaulichen Missstand” abreißen. Das Grundstück “Neustadt, Garten Nr. VIII” verpachtete er an den Orgelbaumeister Zuberbier als Lagerplatz. Nach 1820 wurde das Grundstück vom Landesherrn zur Bebauung ausgeschrieben. Den zahlreichen Bewerbern wurde die Frage gestellt: “Ist er in der Lage, an dieser Stelle ein Haus zu errichten, was der Stadt Dessau zur Ehre gereicht ?” Diese hohen Ansprüche konnten viele Bewerber nicht erfüllen.
Anders der Baumeister Wilhelm Corthe. Sein Konzept “… Eckhaus in der St. Johannisstraße mit einer hölzernen Galerie im Innenhof” stieß auf Wohlwollen. Er erhielt vom Fürsten das Grundstück geschenkt, bekam einen Baukostenzuschuß von 12% und für 100 Taler Ziegelsteine.
(Quelle: Dr. Franz Brückner: Häuserbuch der Stadt Dessau)